U19w: Juniorinnen holen sich Tiroler Meistertitel

In meisterlicher Manier belohnte sich die SG Inzing/Mils am ersten Februarwochenende mit dem Titel in der U19-Klasse. Ohne Satzverlust ließen die Mädels die Konkurrenz aus Innsbruck hinter sich. Dort dürfen sie sich am kommenden Wochenende bei der österreichischen Meisterschaft beweisen.
Als Tabellenführer und mit einem Punktevorsprung startete das Team der SG Inzing/Mils in den Finaltag in der Leitgebhalle. Zwar standen die Zeichen gut, im schlimmsten Fall aber drohte ein Absteigen auf den dritten Platz. Mit dem Wissen, ein Dreipunkteerfolg im ersten Match könnte den Meistertitel vorzeitig besiegeln, schritten die Mädels dementsprechend motiviert aufs Spielfeld.
Dort warteten ausgerechnet die Titelverteidiger des VC Tirol. Die bisherige Bilanz war mit einem Sieg und einer Niederlage ausgeglichen. Doch scho
n im ersten Satz gab es für die Innsbruckerinnen gegen das eingespielte Sextett nichts zu holen (25:10). In Satz Nummer zwei konnten die Gegnerinnen ihren Punktestand immerhin verdoppeln, zum Gewinn reichte es dennoch nicht. Durch die Einwechslung von Topscorerin Nadja Brindlinger schöpften die VCT-Mädels zwar neues Selbstbewusstsein, das konnte unseren Spielerinnen aber nur wenig anhaben. Somit ging auch der entscheidende Satz mit 25:22 an die Spielgemeinschaft – und damit auch der verdiente Meistertitel in der höchsten Nachwuchsklasse des Landes.
Auf den Lorbeeren ausruhen wollten sich unsere Mädels aber keinesfalls. Mit dem Team der TI-Volley wartete ein nicht zu unterschätzender Gegner, der gewillt war, sich eine gute Ausgangsposition für das direkte Duell um Platz zwei und damit für die ÖMS-Qualifikation zu erkämpfen. Die ÖMS auf heimischen Boden wollte schließlich keine der Mannschaften als Zuschauer miterleben.

Einer für alle, alle für einen

Zu verschenken hatten die Mädels dieses Ticket aber nicht. Das Trainerduo Gattermayr/Spörr setzte deswegen auch im zweiten Spiel auf seine stärkste Sechs – wohl auch in weiser Vorausschau auf den bundesweiten Bewerb. Zwar spielte die TI-Volley, gestützt von ihren Erstligaspielerinnen, auf hohem Niveau, doch schon bald mussten auch sie einsehen, dass an diesem Tag die Mädchen der zwei Partnervereine auf einem Level spielten, das man im Nachwuchs nur selten zu sehen bekommt. Sogar beim relativ sicheren Stand von 24:19 im entscheidenden Satz kämpften sie, als wären sie es, die mit dem Rücken zur Wand stünden. So ging auch das zweite Spiel mit 3:0 an die Mädels aus Mils und Inzing.
Das Erfolgsgeheimnis der Spielgemeinschaft Inzing/Mils liegt wohl wahrlich im Wort “Gemeinschaft”. Die Harmonie am und außerhalb des Spielfeldes macht sich in jedem Moment bemerkbar – eine Seltenheit! Da war sich nach dem fulminanten Finaltag auch das Trainerduo einig.
Das dritte Duell des Tages ging übrigens mit 3:2 an den VC Tirol, die sich somit einen Platz für die ÖMS-Quali erkämpft haben. Die TI konnte einen 2:0-Satzvorsprung nicht zu ihren Gunsten nutzen und ging somit mit der Bronzemedaille nach Hause.
SG Mils Inzing – VC Tirol / 3:0 (25:10, 25:20, 25:22)
SG Mils/Inzing – TI Volley / 3:0 (25:22, 25:15, 25:20)
VC Tirol – TI Volley / (25:15, 25:18, 19:25, 20:25, 15:10)